TCM - Was ist das?
Die noch heute gültige Grundlage der TCM wurde ca. 475-221 v. Chr. gebildet, als sich auf Einladung des damaligen Kaisers alle Leibärzte des Landes zu einem Dialog trafen, um ein Konzept zu erarbeiten, das die Bevölkerung vor Krankheiten bewahren sollte.
Die Kosten und Ausfälle von Krankheit und früher Invalidität waren aus Sicht des Herrschers zu hoch, um tatenlos zu bleiben. Daraus ergibt sich, dass die Domäne der TCM die Prävention ist. Aus Sicht dieser Therapeuten ist die Behandlung einer Krankheit, die sich bereits manifestiert hat vergleichbar damit, dass man beginnt, die Waffen zu schmieden, wenn die Schlacht bereits tobt, oder dass man beginnt, einen Brunnen zu graben, wenn man bereits durstig ist.
Ca. 220 v.Chr. nahm Konfuzius als Erster Bezug auf Yin und Yang, die weiblichen und männlichen Energien, und entwickelte die Wandlungsphasen, die jeder Mensch im Laufe eines jeden Jahres und in seinem Leben durchläuft.
Dieses Prinzip erklärt das fragile Gleichgewicht zwischen den Organsystemen und ihre gegenseitige Abhängigkeit. Ist das Gleichgewicht gestört, kommt es zu Krankheiten, die in der TCM als Disharmoniemuster bezeichnet werden. Ziel einer Behandlung nach TCM ist es, die Harmonie im Körper wieder herzustellen.
Zur Diagnostik gehören eine ausführliche Anamnese, Pulsdiagnose und Zungendiagnose.
Die Therapie besteht aus fünf Säulen: Ernährungsberatung, Akupressur/ Akupunktur, Schröpfen, Moxibustion und Entspannungstechniken.
In der TCM wird grundsätzlich nicht in psychosomatische und physische Krankheiten unterteilt, weil Psyche und Körper eine untrennbare Einheit bilden und entweder in Harmonie sind oder eben nicht.

